Meister Tahir- Großmeisters Meister

Am Dienstag, den 06.02.2018, war ein besonderer Tag für die Taekwondo- Schüler des Sultans e.V. Sie durften nämlich den Meister von Großmeister Resul kennenlernen. Großmeister Resul konnte Meister Tahir überreden nach 14 Jahren seinen Taekwondo- Anzug erneut anzuziehen und eine Trainingseinheit zu leiten. Denn genau 14 Jahre waren vergangen als Meister Tahir seinen Taekwondo- Anzug abgelegt hatte und die Taekwondo-Szene seinen Nachfolgern überließ. Für die Schüler des Sultans e.V. hieß es somit ein „Old-School“ Training der Superlative. Ilker sagte noch nach dem Training: „Ich hatte das Gefühl, dass wir uns nur bewegt haben, keine Sekunde Pause, aber es ging trotzdem!“ Jakop schrie auf, als Meister Tahir ihm beim Dehnen nachhalf.
Meister Tahir rundete das Training mit einer schönen Rede über die Weisheit des Taekwondo ab. Es hieß, man solle mit steigender Gürtelgraduierung, versuchen ein „Niemand“ zu sein. Denn gerade ab den DAN- Graduierung besteht die Gefahr der Arroganz oder der Überschätzung. Ein Kampfsportler mit einem hohen DAN ist auch nur ein Mensch. Im Alter wird er/sie vielleicht ein Gehstock zum Laufen brauchen. Sogar ein kleines Kind könnte ihm/ihr den Gehstock aus der Hand treten und der Taekwondoka würde stürzen. So ist der DAN nur eine Zahl. Ein wahrer Taekwondoka soll wie ein Flugzeug sein. Auf der Piste, also auf dem untersten Niveau eines Flugzeugs scheint es riesig zu sein, doch wenn ein Fugzeug abhebt und die höchste Höhe erreicht, wird es für das Auge klein, so klein, dass man es kaum erkennt im Himmel. So soll ein Taekwondoka sein, mit steigender Graduierung bescheiden und zuvorkommend. Der geistige Weg soll uns verleiten, das Erlernte für etwas Gutes zu nutzen. Für Sultans e.V. war es eine Ehre von Meister Tahir traniert worden zu sein. Und wir danken Meister Resul, dass er uns diesen Tag ermöglicht hat.

Faruk Demirtas

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